Gießener Anzeiger vom 19. Oktober 1977

Während der über fünf Tage andauernden Entführung der „Landshut“ nahm die Öffentlichkeit über die Medien regen Anteil. In den Abendnachrichten wurde allabendlich über die jüngsten Ereignisse berichtet. Kamerateams reisten der entführten Lufthansa-Maschine hinterher, Journalisten interviewten bangende Angehörige zu Hause. Als am frühen Nachmittag des 18. Oktober 1977 die befreiten Geiseln in Frankfurt eintrafen, war das Medieninteresse groß. Unzählige Fernseh- und Fotokameras waren auf die Eintreffenden gerichtet, es wurde live über Radio und Fernsehen berichtet, erste Gespräche mit den Heimkehrern wurden geführt.

Im Zentrum des Gießener Anzeigers vom 19. Oktober 1977 steht Diana Müll, die in der Nähe Gießens lebt. Sie hatte auf der Ferieninsel Mallorca an einem Schönheitswettbewerb teilgenommen und war auf dem Rückflug nach Hause in die Hände des palästinensischen Kommandos geraten. Auch ihre Angehörigen wurden von Pressevertretern begleitet und so gelangte der fotografische Schnappschuss der Begrüßung auf die Titelseite der Heimatzeitung.

Aus der Schlagzeile der Zeitung geht bei aller Erleichterung über die geglückte Befreiungsaktion durch die GSG 9 hervor, dass zur Drucklegung der Ausgabe das Schicksal des seit dem 5. September entführten Hanns Martin Schleyer noch nicht geklärt war, und damit auch mit dem Schlimmsten zu rechnen war. Tatsächlich wurde die Leiche Schleyers in den frühen Abendstunden des 19. Oktobers in Mulhouse gefunden. Außerdem bestimmten die Selbstmorde der RAF-Führungsriege in Stuttgart-Stammheim nach der geglückten Befreiung der „Landshut“ die Nachrichten.

Nicht nur die Titelseite des Gießener Anzeigers befasst sich mit den Ereignissen der Entführung Schleyers und der „Landshut“. Auch auf den Folgeseiten werden die Befreiungsaktion durch die GSG 9 und die Rückführung der befreiten Geiseln aus Mogadischu ausführlich geschildert.


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